TVÖD netto berechnen: So kommst du vom Brutto zum Netto
Vom Tabellenentgelt bis zum Betrag auf dem Konto: Welche Abzüge im öffentlichen Dienst anfallen und wie du dein Netto realistisch schätzt.
Das Tabellenentgelt ist nur der Anfang
Dein Bruttogehalt im öffentlichen Dienst ergibt sich aus der Entgeltgruppe und der Stufe. Diese beiden Werte bestimmen das monatliche Tabellenentgelt. Arbeitest du in Teilzeit, wird dieser Betrag anteilig nach deinen Wochenstunden gekürzt.
Vom Brutto gehen anschließend Steuern und Sozialversicherungsbeiträge ab. Was übrig bleibt, ist dein Netto – der Betrag, der tatsächlich auf deinem Konto landet.
Diese Abzüge fallen an
Auf der Steuerseite zahlst du Lohnsteuer, je nach Höhe einen Solidaritätszuschlag und – bei Kirchenmitgliedschaft – Kirchensteuer. Die Höhe hängt stark von deiner Steuerklasse ab.
Auf der Sozialversicherungsseite kommen Renten-, Arbeitslosen-, Kranken- und Pflegeversicherung hinzu. Diese Beiträge teilst du dir mit dem Arbeitgeber. Wer kinderlos und über 23 ist, zahlt bei der Pflegeversicherung einen Zuschlag.
Im öffentlichen Dienst kommt häufig die betriebliche Altersvorsorge über die VBL oder eine andere Zusatzversorgungskasse hinzu. Auch dafür wird ein Eigenanteil fällig.
Warum der Rechner nur eine Schätzung liefert
Die genaue Lohnsteuer berechnet das amtliche Verfahren mit zahlreichen Detailregeln. Ein Online-Rechner bildet diese Logik vereinfacht ab und liefert deshalb eine realistische Schätzung, aber keine verbindliche Abrechnung.
Für die exakte Zahl sind deine konkrete Lohnabrechnung und gegebenenfalls eine Steuerberatung maßgeblich.
Jetzt eigenes Netto schätzen
Wenige Eingaben genügen für eine erste Orientierung.